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 5. Februar 2005

Stefan: Nun komme ich endlich auch mal dazu, euch von meinem kleinen Ausflug nach Les Saintes zu berichten, zu dem ich ja quasi von Conny genötigt worden bin. Ich hatte einfach nach wirklich vielen und wirklich schlechten Nächten, die uns die Kinder beschert hatten, das dringende Bedürfnis nach ein bisschen Ruhe und Schlaf, und Conny kam dann auf die Idee, mich für ein paar Tage ins Exil zu schicken.

Also bin ich am 18. Januar morgens aufs Schiff nach Les Saintes rüber. Les Saintes ist eigentlich nicht eine Insel, sondern eine Gruppe von ca. 30 kleinen Felsen, von denen aber nur zwei bewohnt sind, nämlich Terre de Bas und Terre de Haut, wo ich war. Der Name Les Saintes hat seinen Ursprung übrigens daher, dass C. Kolumbus die Inseln an Allerheiligen 1493 entdeckt hat.

Die Überfahrt von St. Francois dauert eine gute Stunde und ich hatte einen unglaublich schönen Ausblick auf Basse Terre (der linke Flügel von Guadeloupe) mit einem völlig wolkenlosen Souffriere (der grosse, noch aktive Vulkan), was nur äußerst selten vorkommt. Die Einfahrt in die Bucht von Terre de Haut ist schon atemberaubend, vorbei an vielen kleinen Felsen und Schluchten , weswegen auch nur wirklich erfahrene Kapitäne die Einfahrt ohne Lotsen wagen. Im Hafen legen innerhalb von etwa 20 Minuten drei - vier Touristenboote mit etwa 400 Leuten an, man kann sich das Gewusel und Gerangel in wahnsinniger Lautstärke kaum vorstellen. Vier verschiedene Verleiher preisen ihre Motorroller an, die Preise sind die gleichen und irgendwie sind sie sowieso miteinander verwandt, zumindest haben sie alle den gleichen Nachnamen...aber da es nur wenigen Einheimischen mit einer Sondergenehmigung gestattet ist, ein Auto zu haben, fahren halt alle mit Motorrollern, Touristen wie Einheimische. Die ca. 100 Motorroller sind schnell vermietet, die Tagestouristen erkunden die Insel, die Ladung der Schiffe (immerhin der gesamte Lebensmittelbedarf der Insel) ist schnell gelöscht und in 20 Minuten herrscht wieder Ruhe. Dieses Spektakel, natürlich nur umgekehrt, spielt sich dann jeden Tag wieder gegen 15.30 Uhr ab, dann fahren die Boote wieder zurück. Und das ist auch der Grund, warum alle sagen, die Insel hat zwei Gesichter, zwischen 9.30 und 15.30 ist es voll mit Tagestouristen, die hektisch mit ihren Motorrollern über die Insel düsen, um alles zu sehen und vielleicht auch noch eine halbe Stunde am Strand zu liegen, davor und danach ist es eine himmlisch ruhige und schöne kleine Insel. Übrigens war es wie ein kleiner Kulturschock, als ich am dritten Tag überall Deutsch hörte. Die Erklärung war, dass in der Nacht der deutsche Viermast-Kreuzfahrt-Segler “Sea Cloud” angelegt hatte, der eine sechswöchige Karibikkreuzfahrt machte und für 36 Stunden in der Bucht ankerte. Schon ein extrem beeindruckender Anblick, als das Schiff am nächsten Tag unter vollen Segeln wieder weiterfuhr (übrigens eines der schwersten Segelmanöver im gesamten Atlantischen Raum, wie mir der zweite Offizier erzählte , mit dem ich in der Eisdiele ins Gespräch kam).

Les Saintes ist von dem Erdbeben vom 21. November 2004 ziemlich heftig betroffen worden, das Epizentrum des Bebens lag nicht weit davon entfernt. Es scheint an ein Wunder zu grenzen, dass auf der Insel keine Menschen verletzt worden sind. Aber die Folgen sind überall zu sehen, so wird die Grundschule gerade total abgerissen, weil Statiker fürchteten, dass sie einstürzt. Bitter für ein Gebäude, das erst fünf Jahre alt war. So müssen die Grundschüler inkl. der Lehrer nun jeden Morgen mit einer kleinen Barkasse auf die Nachbarinsel gekarrt werden und abends wieder zurück. Auch der Kirchturm der alten Felsenkirche wird gerade scheibchenweise abgetragen, da auch er einsturzgefährdet ist. Und überall an den Häusern sieht man Risse. Na ja, und es gibt immer noch jeden Tag drei bis vier Nachbeben, nichts dramatisches, die Stärke liegt immer so zwischen 2,5 und 3,5, aber man merkt es eben doch, wenn es wackelt und die Gläser im Schrank klirren.

Ich hatte mir ein Zimmer im Hotel “Le Kanaoa” gemietet, leider war für die erste Nacht kein Zimmer mit Meerblick mehr frei, und ich war froh, dass es nur für eine Nacht war, denn das Zimmer lag direkt über der Küche, was weder für nette Gerüche noch für Ruhe sorgte. Aber als ich dann am zweiten tag umzog, wurde ich mehr als entschädigt, mein Zimmer war eigentlich kein Zimmer, sondern vielmehr ein kleiner Ein-Zimmer-Bungalow am Rande der Hotelanlage mit Blick auf die Bucht und fünf Meter vom Strand entfernt. Gigantisch !

Nachdem ich am ersten Tag ein wenig die Touristenmeile im Ort erkundet hatte und festgestellt hatte, das sie halt aussieht, wie überall auf der Welt, bin ich dann am zweiten Tag früh aufgestanden, um vor den Tagestourist am Fort Napoleon zu sein. Das ist ein altes Fort der Franzosen, auf dem zweithöchsten Felsen der Insel gelegen (260 Meter über NN) und inzwischen eine Art Heimatmuseum. Dort gibt es ein buntes Sammelsurium von Fischer- und Seemannssachen, alte Uniformen und Waffen, naive karibische Kunst und Anschauungsobjekte über Fauna und Flora der Insel. Passt alles nicht so richtig zusammen, ist aber super liebevoll gemacht und gepflegt. Umgeben wird das Fort von einem exotischen Garten, der auch vor 10 Jahren mal einen internationalen Wettbewerb exotischer Gärten gewonnen hat. Der Super-Hit aber ist, dass man dort durch den Garten geht und plötzlich steht man vor einem Leguan. Keine kleine Eidechse, sondern ein richtiger, ausgewachsener Leguan von 1,50 Meter Körperlänge. Davon gibt es, wie ich später merkte, richtig viele auf der Insel, die laufen überall rum, und es ist mir mehr als einmal passiert, dass direkt vor mir einer vom Baum sprang und mich anglotzte.

Natürlich gibt es dort, wie sollte es auch anders sein, auch einige wirkliche Traumstrände, die meisten sind nahezu menschenleer, weil die Tagesbesucher  nicht die Ruhe haben, sich an den Strand zu legen. Am allerschönsten Strand darf man allerdings nicht baden, weil es eine unglaublich starke Unterströmung gibt, aber mein Lieblingsstrand war nur etwa 10 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt und auch wunderschön. Na ja, wie man sich Karibikstrände eben vorstellt...

Ich bin dann auch noch die zweite Wandertour gegangen, hoch zum höchsten Punkt von Les Saintes, dem Chameau, 306 Meter hoch. Der Weg dorthin ist ziemlich beschwerlich, teilweise extrem steil auf einem unbefestigten Steinpfad, der auch noch ziemlich verschüttet von Felsbrocken war, die sich beim Erdbeben vom Berg gelöst haben. Gute 2 Stunden Fußmarsch, bei 30 °C und brennender Sonne, so was machen auch nur blöde Touris...Dort oben steht auch ein altes Fort der Franzosen, das ist aber verlassen und zerfallen, man muss über alten Steintreppen auf´s Dach klettern, wird aber mit einem atemberaubenden Ausblick über Les Saintes und den gesamten Archipel von Guadeloupe belohnt. Und wieder hatte ich Glück, es war weit und breit keine Wolke zu sehen. Unglaublich ! Und dann diese Ruhe, dort oben ist kein Mensch, da der Aufstieg den meisten Leute zu lang und zu beschwerlich ist, und Du stehst dort und hörst rein gar nichts.

Nachdem ich dort bestimmt eine Stunde gestanden habe, fiel mir der Abstieg dann natürlich deutlich leichter. Ach ja, nachdem ich ja erwähnte, dass alle Waren mit dem Schiff kommen, stellte ich mir die Frage, was die Leute eigentlich mit dem Müll machen. Die Frage beantwortete mir dieser Ausflug, sie haben eine Lösung, die nicht so ganz dem deutschen Standart entspricht. Auf dem Weg nach oben kommt man nämlich an der “Mülldeponie” vorbei. Der Müllwagen fährt einfach ein Stück dem Berg hoch, bis er an der Seite ist, die der Bucht abgewandt ist und wo der Felsen ins Meer abfällt. Dort wird der gesamte Müll einfach abgekippt und anschließend angezündet. Ein Teil verbrennt, der Rest rutscht ins Meer und schon ist das Problem gelöst.

Auch wenn ich mir ja eigentlich vorgenommen hatte, ständig und unendlich viel zu schlafen, ich bin keinen Morgen nach  8.00 Uhr aufgestanden, ich war dann einfach wach. Aber dafür bin ich abends auch immer früh ins Bett gegangen, ich saß meistens ab 18.00 auf “meiner” Terrasse und habe gelesen, ich hatte mir extra vier Bücher mitgenommen, die ich allerdings schon nach vier Tagen durch hatte. Da blieb mir dann nichts anderes übrig, als dazusitzen und die Sonnenuntergänge anzustarren.

Auch wenn ich mich anfangs gegen die Idee gewehrt hatte, ein paar Tage wegzufahren, ich habe die zeit echt genossen und bin dann nach einer Woche ausgeruht und bester Laune wieder auf das Schiff. War das schön, meine drei wüst winkenden Frauen am Kai in St. Francois wieder zu sehen !

PS: alle Fotos kann man anklicken, um sie zu vergrössern.

7. Februar 2005

Stefan: Nachdem wir ja Besserung gelobt haben, was die Häufigkeit unserer Tagebucheintragungen angeht, will ich rasch von den letzten Tagen berichten.

Die waren eigentlich recht ereignislos, wir sind ja am Donnerstag von La Désirade wiedergekommen, der Freitag war dann bestimmt von Auspacken, Wäschewaschen und einfach mal wieder zuhause rumhängen. Nachdem unser Laptop ja wieder funktioniert und die Digitalkamera, wie berichtet, auch, haben wir dann noch die Fotos aufgearbeitet und für die Homepage vorbereitet.

Am Samstag sind wir dann alle, also alle Theeges und bis auf Marco auch alle Krikorians morgens nach St. Francois gefahren, denn dort fand ein großer Turnwettbewerb gegen die Mannschaft aus Lamentin (eine Stadt auf Basse Terre) statt, an dem auch Svenia, Maia und Nelly teilnehmen wollten, nachdem sie das ja schon eine ganze Weile im Verein machen. In verschiedenen Altersgruppen gab es dann sowohl Mannschafts- als auch Einzelwettbewerbe. Maia als kleinste gewann mit ihrer Mannschaft und wurde im Einzel Dritte und bester Turnerin aus St. Francois. Nelly als mittlere machte mit der Mannschaft ebenfalls den ersten Platz und teilte sich mit einer anderen Turnerin punktgleich den zweiten Platz im Einzel. Bei Svenia gab es im Vorfeld irgendwelche Unklarheiten, die aber letztlich dazu führten, das sie quasi als Einzelturnerin und als Ein-Personen-Mannschaft zugleich startete, wobei sie einen für diese Umstände wirklich guten achten Platz errang. Lilli und Lotta hatten ein so riesigen Spaß, ich hatte erwartet, dass sie recht schnell quengelig werden und die ganze Geschichte langweilig finden würden, denn immerhin waren wir von 10.30 - 17. 30 Uhr dort, aber Pustekuchen. Beim letzten Training vor dem Wettkampf nämlich hatte Karin Lilli und Lotta mitgenommen, um die drei Mädels abzuholen. Und ein paar Freundinnen von ihnen hatten mitbekommen, dass Svenia, Nelly und Maia Deutsch mit Lilli und Lotta gesprochen haben, was sie schwer beeindruckt hat. Also haben sich den ganzen Tag in der Sporthalle ca. 8 Mädels quasi darum geprügelt, mit unseren beiden zu spielen, zu toben und zu turnen. War das schön.

Sonntag wollten wir dann eigentlich mal wieder an den Strand, aber das Wetter machte nicht so richtig mit und Conny legte, vom fiesen und andauerndem Husten niedergestreckt, einen Bett-Tag ein. Also vergnügten die beiden Mädels und ich uns damit, mit Familie Krikorian einen Fußball-Jonglier-Wettbewerb zu machen, bei dem die am Abend vorher gewonnenen Medaillen eine große Rolle spielten...unnötig zu erwähnen, dass ich den Wettbewerb gewonnen habe ;-)), Lilli ist vierte geworden und Lotta immerhin vorletzte (ich gebe zu, ich habe ihr ein wenig geholfen...), noch vor Hratchik !

Da unser Laptop ja nun vorrübergehend wieder funktioniert, haben wir uns dann noch auf dem Rechner eine Kinder-DVD (Dumbo) angeschaut und somit einen wirklich schönen Tag gehabt. Wir warten sehnsüchtig  auf ein Paket aus Deutschland, denn wir haben uns ein paar deutsche Bücher und die “König der Löwen Trilogie” auf DVD bestellt, Lilli kann es kaum erwarten, Akunamatata zu sehen, sie hat es schon mal drüben bei den Kindern geschaut, aber eben auf französisch.

Heute ist auch hier so was wie Rosenmontag , allerdings ohne Kamelle und Helau. Die Kinder haben diese Woche Ferien (und ich dachte schon, deutsche Lehrer haben´s gut...) und wir waren mal wieder einen Großeinkauf machen, da unsere Schränke nach der Woche Urlaub recht leer waren. Dabei ist dann sowohl für Lilli und für Conny noch je ein Paar neuer Schuhe abgefallen, ein neuer Schwimmring und eine Taucherbrille für Lilli waren auch noch mit drin. Und für mich ein paar externe Computerlautsprecher, damit das DVD-Schauen noch mehr Spaß macht. Morgen machen die meisten Geschäfte hier schon um 12.00 Uhr zu und Mittwoch haben sie dann ganz geschlossen.

In diesem Sinne ein dreifach donnerndes Helau und Alaaf nach Deutschland !!

P. S. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Mama !!

14. Februar 2005

Stefan: Nun ist es schon wieder eine Woche her, dass ich was geschrieben habe, also hier die neusten Infos und Geschichten.

Aber als allererstes mal zwei Glückwünsche: zum einen gratulieren wir unseren Freunden Susi und Holger (und natürlich auch Jonas) zur Geburt ihrer Tochter Lena am 4. Februar 2005 !! Soweit wir wissen, sind alle wohlauf und wir wünschen euch viel Spaß und Freude an der Lütten !

Zum zweiten gratulieren wir Sandra, Björn und Hannah dazu, dass Björn mit seiner Band “Fettes Brot” am vergangenen Wochenende beim Bundesvision Song Contest einen hervorragenden zweiten Platz gemacht hat !

Apropos Musik: meine Frau hatte die geniale Idee, dass man in Zeiten moderner Kommunikationselektronik ja auch Radio übers Internet hören kann und seit gestern dudelt bei uns den ganzen Tag “Radio Hamburg” aus dem Computer (leider konnte ich mich als überzeugter NDR 2 - Hörer nicht duchsetzen...) ! Es ist schön, aber irgendwie auch eigenartig, hier zu sitzen und zu hören, ob es in Hamburg schneit oder regnet, welches der Hinhörer der Woche ist und wo ihr alle gerade im Stau steht...ein ganz großer Vorteil aber ist, dass es hier auf der Insel keinen vernünftigen Radiosender gibt, anfangs waren die karibischen Reggae-Versionen ja ganz witzig, aber die Sender verfügen offenbar nur über 5-6 CD´s und die laufen den ganzen Tag rauf und runter. Ich bin aber froh, das die John-Ment-Show schon lange vorbei ist, wenn wir morgens aufwachen...

Da das Wetter  bei uns mal wieder Kapriolen schlägt (dazu später mehr) haben wir in der vergangenen Woche recht viel Zeit zuhause verbracht. Am letzten Dienstag sind wir bei trockenem Wetter nach Basse Terre, dem anderen Schmetterlingsflügel, gefahren, weil es dort einen sehr schönen botanischen Garten mit Kleintierzoo (Leguane, Papageien etc.) gibt. Als wir dort ankamen, fing es gerade an in Strömen zu gießen, was uns die Entscheidung fällen ließ, den Besuch dort lieber zu verschieben. Wir haben uns dann, alle vier ziemlich enttäuscht, noch ein bisschen die Gegend dort vom Auto aus anschaut, weil wir die Hoffnung  hatten, dass das Wetter sich doch noch bessert - vergebens. Da wir das dringende Bedürfnis nach Trost verspürten, beschlossen wir, uns etwas wirklich gutes zu tun und gingen zu McDonalds ! Davon gibt´s, soweit wir es wissen, hier auf der Insel drei und die Sachen sind unglaublich teuer, manche Burger kosten schlicht das Doppelte von dem, was sie in Deutschland kosten. Und sie schmecken irgendwie anders - nicht schlechter, aber anders. Naja, und der Regen am Dienstag läutete dann eine Woche mit eher schlechtem Wetter ein, es war außer Freitag jeden Tag bedeckt, für hiesige Verhältnisse kühl und es regnete viel, nicht ständig, aber immer wieder, sodaß an Strand gar nicht zu denken war. Unsere Kinder schlafen mittlerweile in langen und dicken Schlafanzügen, was anderes hätten sie nachts in Hamburg im Moment auch nicht an (für die, die unser Tagebuch von Anfang an verfolgen, möchte ich betonen, dass es  diesmal Conny war, die fast Depressionen vom Wetter bekommen hat und die etwa 50mal am Tag gemeckert hat, wie schlecht es ist - nicht ich...).

Am Freitag war dann der einzig wirklich schöne Tag der Woche, was wir natürlich sofort ausgenutzt haben, und nach Ste. Anne an unseren Lieblingsstrand gefahren sind. Dort war wirklich die Hölle los, man merkte, dass die Kinder Faschingsferien hatten und dass alle das schöne Wetter nutzen wollten. Aber es war wirklich klasse, unsere Kleinen haben sich mal wieder so richtig ausgetobt und Lilli hat mit mir zusammen ihre ersten Tauch-erfahrungen gemacht, denn wir haben ihr eine Taucherbrille gekauft. Ich war völlig perplex, wie schnell sie begriffen hat, dass sie Luft holen muss, Luft anhalten muss und dann unter Wasser gucken kann. Und als sie dann auch noch anfing, mit den Beinen Schwimmbewegungen zu machen, damit sie bei Tauchen (mit Schwimmflügel natürlich) auch vorwärts kommt, ist mir fast der Schnorchel aus dem Mund gefallen ! Sie war dann auch überhaupt nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen. Lotta bestand dann auf eine eigene Brille, aber sie hat noch leichte Gewöhnungsschwierigkeiten, aber ich bin mir sicher, das wird noch.

Leider war dann das Wochenende wieder schlechtes Wetter angesagt, was natürlich auch nicht zu unserer Gesundung beigetragen hat, denn mittlerweile hat die Erkältung uns alle erwischt, glücklicherweise sind die Kinder am wenigsten betroffen, aber Conny und mir ging es ein paar Tage richtig schlecht. Ist jetzt aber fast überstanden.

Heute morgen sah das Wetter dann wieder einigermaßen gut aus, wir haben uns im Internet noch die aktuellen Satellitenbilder angeschaut (wen es interessiert: www.intellicast.com und dann unter “Hurricanes” auf “Satellit” und dann auf “Caribbean Loop” gehen) und sind sofort wieder nach Ste. Anne. Und wir hatten Glück,es war einrichtig schöner Strandtag, ohne Wolken und gleich richtig heiß. Und natürlich wieder mit Eis von unserem Stamm-Eis-Mann, der Lilli immer so anhimmelt, heute meinte er, es wäre schade, dass er so viel älter sei als sie (ca. Ende 30), sonst würde er auf sie warten und sie später heiraten !

So, und da nun wieder soviel vom Wetter die Rede war und ist: da sich wohl die meisten Leute (nicht nur Du, Silke, schöne Grüße...) unter Karibik immer blauen Himmel und mindestens 30 °C vorstellen, versorgen wir euch ab sofort auf der Homepage unter “...das Wetter” mit den jeweils aktuellen Wetterwerten. Also unbedingt mal reinschauen.

Ach ja, und da das Wetter ja nicht genug Anlaß zur Besorgnis gab, heute gab´s mal wieder ein Erdbeben, diesmal ein richtig heftiges. Wir waren heute Nachmittag gerade nach Hause gekommen, da rief Hratchik bei Karin an, um sich erkundigen, ob wir alle wohlauf seien. Er erzählte dann, dass in seinr Firma das gesamte Bürogebäude aus Sicherheitsgründen geräumt worden war, er stand gerade auf der Straße und rief vom Handy aus an. Die Kinder erzählten später, dass auch in den Schulen alle auf den Hof mussten. Karin hörte dann später im Radio, dass es wohl ein Beben der Stärke 6,1 war, komisch nur, dass wir davon nichts bemerkt haben.

Wenn wir mehr wissen, berichten wir natürlich.

21. Februar 2005

Conny: Am Dienstag sind wir nach Port Louis, da ich nach fast 3 Wochen ohne Bodyboard (und mit viel Husten) endlich mal wieder ins Wasser wollte. Leider waren die Wellen dafür dann zu klein aber zum Toben am Strand waren sie super. Zum Fische gucken für Lilli war’s auch nichts, da der Boden zu aufgewühlt war. Somit musste sich die ganze Familie mit Schwimmringsurfen begnügen. Das war ein Supertag!!! Am Mittwoch sind wir ja häufig zu Hause, da in Frankreich Mittwochs keine Schule ist und die Kinder dann natürlich lieber spielen als mit uns öden Erwachsenen unterwegs zu sein. Am Donnerstag gab’s dann endlich wieder Surfkurs. Loïk, unser Surflehrer hatte noch 3 Mädels mehr mit im Kurs, die gerade hier auf Urlaub sind und wir waren fast eine reine Frauentruppe im Wasser. Die Wellen waren immer noch nicht doll, aber es war superlustig. Nachmittags ist Karin mit Vanessa (unserer Dauersurfbegleitungsfreundin) los und hat sich endlich ein eigenes Surfbrett gekauft. Vanessa hatte erst vor kurzen zum Geburtstag ein neues Brett bekommen, gelb. Karin’s Brett ist quitschegelb.  So, und dadurch motiviert und von Stefan angestachelt hab ich dann auch endlich mein Weihnachtsgeschenkgutschein eingelöst und mir ein eigenes Bodyboard gekauft. Ich war ja bisher immer mit Karin’s unterwegs, dass eigentlich für mich zu gross ist. Tja, und leider, leider gab es in meiner Grösse und für meinen Bedarf tatsächlich auch nur ein gelbes Bodyboard (bin halt doch zu klein...). Da uns Hratchik bei seinem letzten Besuch in Paris die gleichen roten Lycras mitgebracht hat (für jeden gab es in der jeweiligen grösse nur dieses eine!) sind wir jetzt eine voll peinliche Truppe. Drei Blondinen (keine echte, alle gefärbt, Anm. von Stefan) mit roten Lycras und gelben Surfbrettern/Bodyboard. Wir mussten natürlich gleich Samstag und Sonntag los und ausprobieren. Am Freitag sind wir aber vor dem Einkaufen mit den Kindern noch in einen Botanischen Garten mit kleinem Tierpark gefahren. Wir wollten erst gar nicht los, da es (mal wieder) nach Regen ausgesehen hat, aber Lust hatten wir alle. Sehr schön, dieser Park, super angelegt, unglaubliche Pflanzen und Palmen. Ganze Strelizienalleen. Wenn ich da an meine eine magere Blüte denke, die ich in Tangstedt bisher hervorgebracht habe... Das mit dem Tierpark war wohl etwas übertrieben, zwei Esel, ein paar Ziegen, drei Affen, zwei Waschbären, Hasen und ein paar Vögel. Und von der Haltung bzw. den Käfigen und Volieren möchte ich lieber erst gar nichts erzählen. Also richtig nett sind die hier zu den Tieren nicht. Auch die zwei Teiche waren so voller Fische, das die sich eigentlich gar nicht mehr bewegen konnten. Zum Glück sehen Kinder das noch nicht so. Tja, und dann fing es natürlich an zu regnen. Aber wir waren ja voll gewappnet und hatten Regenjacken dabei. Somit war das dann doch ein richtig schöner Ausflug. Und mit dem Kauf meines Boards auf dem Rückweg natürlich ein voll gelungener Tag. Am Sonntag gab es dann einen grossen Surf-/Bodyboard-/Waveski-Wettkampf, den wir uns natürlich anschauen mussten. Wenn wir das richtig verstanden haben gibt es vier Vorentscheidungsrunden für die Guadeloupe-Meisterschaft. Das war die letzte und nächsten Monat ist dann die Meisterschaft. Das ist schon echt genial anzuschauen. Aber man merkt auch wieder, wie sehr man in dem Sport halt von dem Wetter bzw. den Wellen abhängig ist.  Wir stehen dann immer alle, Lilli und Lotta auch, völlig fasziniert da und staunen, was die mit ihren Brettern alles machen können.

Heute sind wir dann (trotz das es mal wieder nach Regen aussah) losgefahren um uns einen der grossen Wasserfälle auf Basse-Terre anzuschauen und evtl. noch in einen richtigen Tierpark zu fahren. Leider goss es tatsächlich in Strömen, als wir ankamen. Aber, wie immer mit Regenjacken bewaffnet, sind wir natürlich trotzdem losmarschiert, um uns den Wasserfall anzuschauen. Der dann leider doch etwas klein war. Ich kenn ja nicht viele Wasserfälle, aber ich hab’ mir das schon grösser vorgestellt. Na ja, es gibt hier ja noch mehr davon. Da wir nur eine Runde Klamotten zum Umziehen für die Kinder dabeihatten haben wir auf den Tierparkbesuch verzichtet. Das Problem ist ja eigentlich auch, dass es irgendwie auf Basse-Terre wohl immer regnet. Da ist auch nur Regenwald, bisher hatten wir das aber nicht so wörtlich genommen. Und es ist so schön da! Unglaublich! Man fährt durch 5 m hohe Bambushaine und sieht Farne in einer Grösse, das gibt’s gar nicht. Überhaupt Pflanzen und Blumen, die da an der Strasse wachen für die man bei uns wahrscheinlich unendlich viel Geld ausgeben müsste und sich höchstens in einem Wintergarten halten könnte. Demnächst machen wir auch noch ein Fotoalbum   “Flora und Fauna“.

24. Februar 2005

Conny: Nachdem der Dienstag morgen ganz fürchterlich stürmisch und regnerisch angefangen hatte, kam dann doch völlig unerwartet mittags das schöne Wetter. Also schnell ins Auto und nach Ste. Anne gefahren. Lotta kam da leider nur zu einem kurzen Mittagsschläfchen, hat sie aber nicht gestört, als sie im Auto aufwachte und sofort das Meer sah. Ihre erstes Wort war: “Eis!!!”. Wurde also ein extrem gesundes, nahrhaftes Mittagessen. Und dann ab in Wasser. Stefan hatte Lilli einen Kinderschnorchel gekauft, nachdem sie das mit dem Tauchen so toll gemacht hat. Tatsächlich bekommt sie das hin. Sie war nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen und tauchte, und tauchte, und tauchte. Lotta hatte auch eine Eingebung und dümpelt plötzlich ganz alleine im Wasser rum, ohne Angst zu haben. Sie geht jetzt auch alleine rein und schwimmen. Wir müssen echt aufpassen, das sie nicht aus Versehen die Schwimmflügel vergisst. Das war richtig klasse und wir waren erst ganz spät zuhause. Eigentlich hätten wir noch eine neue Gasflasche kaufen müssen, da uns das Gas morgens ausgegangen war und in Moule leider kein Gas aufzutreiben war, aber so blieb die Küche halt kalt. Man muss dann einfach Prioritäten setzen.

Gestern morgen wollten Karin, Vanessa und ich gleich morgens um 6.30 Uhr los zum Surfen. Wir hatten zwei Stellen abgefahren, aber leider war nicht eine Welle zu sehen. Dafür war das Wetter so bombastisch, das wir dann, zuhause angekommen, beschlossen haben, mit Lilli und Lotta noch mal den Versuch zu starten, nach Basse Terre zu fahren. Da gibt es einen kleinen, in den Regenwald eingefügten Tierpark mit heimischen Tieren. Der Tierpark heisst Parc des Mamelles und liegt zu Füssen von zwei Hügeln, die aussehen, na ja, wie Brüste.  Mamelles ist das franz. Wort für “Brust”. Die haben echt Humor. Dieser Park war sehr schön mit Waschbären in grossen Gehegen, wo man echt stehen und suchen musste, Leguane, Mangusten, viele Vögel, Fische und unglaublich grosse Krebse. Und dieser ganze Weg durch völlig naturbelassenen Regenwald. Für Lotta war das aufregendste die vielen Schildkröten, nachdem sie die schon seit dem Besuch im Aquarium zu ihren absoluten Lieblingstieren erklärt hat, da war sie gar nicht mehr von wegzubekommen. Leider waren so spannende Sachen wie Fledermaushöhle, Insektarium und Schmetterlingshaus gerade im Umbau. Dafür gab es eine Kletterstation durch den Regenwald, wo man mit Gurten angeleint auf Hängebrücken 20 - 30 m durch die Baume klettern konnte. Für die kleinsten, also für unsere Zwerge, gab es eine kleine Hängebrücke mit Netz drumrum, wo sie einen kleinen Rundkurs machen konnten. Das fanden sie richtig klasse. Danach sind wir zum ersten Mal auf die andere Seite von Basse Terre ans Meer gefahren. Da gibt es dann Strände mit deutlich dunklerem Sand (Vulkansand halt) aber wir haben keinen Strand gesehen, der annähernd an unsere Lieblingsstrände rankam. Wir haben auch nur geguckt, da Lotta friedlich im Auto schlief und wir wollten sie nicht wecken. Als wir weiterfuhren kamen auch schon die ersten Wolken über die Berge rüber und schon war das Wetter wieder schlecht. So sind wir nur um die Nordspitze von Basse Terre gefahren und haben an ein paar Aussichtspunkten angehalten. Da die Mädels nach der langen Autofahrt nölig wurden haben wir auf dem Rückweg in unserem Lieblingseinkaufszentrum angehalten, da Stefan jetzt auch gerne ein eigenes Bodyboard hätte.  Leider hatten sie keins in seiner Grösse und da das Wetter inzwischen so gar nicht mehr nach Strand aussah, war’s dann auch nicht mehr wichtig. Aber nach dem schönen Tag  im Tierpark wollten wir uns dann auch nicht die Laune verderben lassen.

Nach einer völlig stürmischen und verregneten Nacht war’s heute morgen auch nicht besser. Das Wetter war so eklig, das Karin und ich auf unseren Donnerstag-Surfkurs verzichtet haben. Bei Wind macht das auch  echt keinen Spass. So hatten wir einen schönen Tag mit Spielen, Tuschen, endlich mal wieder Eisenbahn aufbauen, Schweinkram essen und so weiter. Zwischendurch wurde es zwar schön draußen, aber dann hatte keiner mehr Lust, noch wegzufahren.

25. Februar 2005

Conny: Heute nacht bin ich schon wieder von einer Riesenschüttung draußen wach geworden. Langsam könnte die Trockenzeit, die ja eigentlich schon seit ca. 4 Wochen herrschen soll, auch mal trocken werden. Trotz allem wurde es dann heute morgen schnell schön und wir sind dann auch schon gleich zum Frühstücken nach Ste. Anne. Es war superwindig und zur Mittagszeit hat uns dann leider auch eine Regenwolke erwischt. Aber dadurch kam Stefan in den Genuss einer neuen Variante Sandwich (wir hatten uns in einer Bar untergestellt), mit Rührei, Schinken, Würstchenstücke und Tomaten, die auf einer Crepesplatte angebraten werden, dann rein ins Sandwich und Mayonnaise drüber. Lecker! Daraufhin haben wir erst mal beschlossen, man könnte sich ja in der Pinneberger Fußgängerzone mit so was selbständig machen. Es gibt hier so viele leckere Sandwichs, so was bekommt man bei uns gar nicht. Da Lotta nach dem Essen so müde war und wir sie bei dem Wind nicht am Strand hinlegen wollten (sie hatte uns leider eine etwas kurze Nacht beschert...) sind wir dann zurückgefahren. Offensichtlich war Lilli auch todmüde, sie ist sofort im Auto eingeschlafen. Normalerweise drückt sie sich inzwischen ganz erfolgreich vom Mittagsschlaf. Wir haben die Rückfahrt mit zwei schlafenden Kindern dann gleich genutzt und uns einen Strand angeschaut, wo man wohl auch gut surfen kann. Nächsten Monat soll dort die Jugendmeisterschaft der 8-14-jährigen ausgetragen werden.

27. Februar 2005

Stefan: Unglaublich, heute war schon der zweite Tag in Folge, an dem am Himmel nicht eine Wolke zu sehen war ! Aber der Reihe nach.

Gestern morgen sah es wunderbar aus, es hatten sich alle Wolken verzogen. Also haben wir die Kinder, mal wieder ohne Frühstück, ins Auto gepackt und los ging´s nach Port Louis. Nach einem Zwischenstopp bei unserem Lieblingsbäcker haben wir dann wie immer bei den Pelikanen im Hafen gefrühstückt und sind weiter an den Strand. Wir mussten mal wieder feststellen, wie klein die Welt doch ist, ein Mann kam auf uns zu und sprach uns auf Deutsch an. Der Dialekt kam mir verdächtig bekannt vor, und richtig, er kam aus Trier. Als ich erzählte, dass ich viele Jahre auch in Trier oder besser in der Nähe von Trier gelebt habe, wollte er wissen, wo und als ich  dann das Dorf Mertesdorf (ca. 1000 Einwohner) erwähnte, stellte sich heraus, dass er auch dort wohnt. Er kennt natürlich meine ehemalige Vermieterin und auch der vorherige Vermieter in Kasel ist ein Freund von ihm ! Unglaublich. Und prompt kam kurz danach noch eine Deutsche auf uns zu, die in der Nähe von Schleswig lebte.

Es wurde ein wunderschöner Tag am Strand, Lilli hat sich schwer in einen ungefähr fünf Jahre alten farbigen Jungen verknallt, mit dem sie stundenlang im Wasser gespielt  und Turnkunststücke gemacht hat, Lotta wurde von einer Zehnjährigen bespielt, mit der sie voller Vertrauen einfach mitgegangen war und Conny hatte das für sie schier unglaubliche Erlebnis, dass sie nur etwa 10 Meter vom Ufer entfernt beim Schnorcheln einen Fisch, der größer war als eine Sardine, gesehen hat. Er war ungefähr einen Meter lang. Als sie dann später erfuhr, dass es ein Barracuda war, entwich ein wenig die Farbe aus ihrem Gesicht...wer hat Conny je sprachlos erlebt ??

Heute morgen wurden wir um 6.00 Uhr von unseren Kindern geweckt und wieder war wolkenloser Himmel. Also schnell die Strandtasche gepackt und los. Frühstück gab´s heute am Surfspot in Moule, wo wir bei Croissants und Pain au Chocolat einem einsamen Surfer zuschauten. Danach sind wir dann nach Baie-Mahault gefahren, denn Svenia hatte dort ihr erstes Reitturnier und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Unsere beiden Lütten waren schwer begeistert, mal wieder Pferde zu sehen und auch ein bisschen reiten zu können. Svenia hat bei ihrem allerersten Springturnier auf Anhieb den 6. Platz gemacht, und das immerhin bei 27 Teilnehmern. Das verdankt sie natürlich nicht nur ihrem wirklich guten Reiten, sondern auch der  lautstarken Anfeuerung unserer Kinder...die standen am Rand und riefen die ganze Zeit “Allez Svenia, allez !”, das hatten sie sich  von den anderen Zuschauern abgeschaut. Auch dort sind wir wieder auf eine Deutsche gestoßen, ihr Mann (ein Franzose) ist Arzt in Rente, sie haben drei Kinder und verbringen hier ihren “Lebensabend”. Wir haben natürlich sofort Handynummern ausgetauscht und uns verabredet, mal gemeinsam an den Strand nach Ste. Anne zu gehen, dort leben sie nämlich.

Anschließend sind wir dann noch nach Ste. Anne gefahren, dort war die Hölle los. Klar, Sonntagnachmittag, wolkenloser Himmel und offensichtlich sind z. Zt. in Frankreich Ferien, also sind auch viele Touris hier. So voll war es dort noch nie, Mallorca in den Ferien ist ein Dreck dagegen. Aber das hat uns wenig gestört, unsere Kleinen waren nicht aus dem Wasser zu bekommen, eine ältere Französin fragte Conny nach den Kindern und meinte, die beiden wären ja wie Fische im Wasser. Und die deutschen Tage gingen auch dort weiter, eine farbige Frau sprach Conny mit breitestem Schwäbisch an, sie lebt mit ihrer Familie seit September hier und hat eine Firma, die, man glaubt es kaum, Saunen verkauft...wir sind nun seit fünf Monaten hier, und so viele Deutsche, wie in den vergangenen zwei Tagen haben wir in der ganzen Zeit nicht getroffen. Mal schauen, wann wir den ersten Hamburger hier treffen.

28. Februar 2005

Stefan: Den heutigen Regentag (ohne Kommentar...) haben wir genutzt, um neue Bilder ins Fotoalbum einzustellen.

08. März 2005

Conny: Nach einem Blick ins Tagebuch hab’ ich mit Entsetzen feststellen müssen, das es ja schon wieder über eine Woche her ist. Da es aber nach dem letzten Eintrag nicht mehr geregnet hat, haben wir den Mittwoch (schulfrei) und das Wochenende alle zusammen gemütlich am Pool verbracht. Am Donnerstag hatte ich Surfkurs und war in einem neuen Spot, der unglaubliche Wellen hatte. Einmal dachte ich, das sind doch jetzt 3 m freier Fall, was ich da hinter mir hab. So grosse Wellen zu surfen ist schon so eine Sache, das Schlimme dabei ist, das man durch diese Wellen wieder an seinen Ausgangspunkt zurück muss. Das ist ziemlich gruselig und auch ganz schön anstrengend, in den bereits gebrochenen Wellen die Orientierung zu verlieren. Ich bin dann auch etwas vor dem Rest der Gruppe wieder rausgegangen, weil ich echt nicht mehr konnte. Spannend ist an diesem Spot nämlich auch, das man direkt auf das Riff zusurft, d.h. ohne Kontrolle kommt man dem dann schon etwas sehr nahe.  Das ist schon etwas anderes wie die netten kleinen Wellen, die ich immer im alten Hafen von St. Francois habe. Freitag haben wir dann schön den Tag wieder in Ste. Anne verbracht. Es war noch relativ voll, aber Samstag ist Abreisetag gewesen, die Ferien in Frankreich sind zu Ende. Das erste Mal hat Lilli am Freitag beim Tauchen Fische gesehen. Was war sie aufgeregt! Und das waren wirklich nur ein paar kleine langweilige schwarze Filsche. Aber halt doch was anderes wie Sand und Steine, was sie sonst immer gesehen hat. Jetzt hat sie richtig Blut geleckt. Gestern in Port Louis hat sie dann richtige Fische gesehen. Ich war direkt am Strand mit ihr Schnorcheln und wir schwammen inmitten eines Fischschwarm von diesen silbernen Fischen mit gelben Streifen (sind glaub ich auch in der Diashow). Und dann noch schwarz/gelb gestreifte Fische und ganz viele kleine ganz bunte Fische. Selbst ich hatte hier beim Schnorcheln noch nicht so viele Fische gesehen. Lilli’s Augen hinter der Taucherbrille wurden immer grösser und grösser. Das war für den Rest des Tages auch Thema Nr. 1. Am Sonntag hatte übrigens auch Hratchik Geburtstag, der von uns eines diese genialen Tainos - T-Shirt’s bekommen hat. Beim Einkauf in einem neu eröffneten Laden wo es fast ausschliesslich nur diese Tainos - Sachen gibt haben wir auch den Designer kennengelernt. Ich habe natürlich sofort gefragt, ob er Interesse hat, die Sachen auch in Deutschland zu verkaufen. Will er leider nicht. Die zwei Jungs, die das machen sind echte Freaks. Surfer! Stefan hat mit dem Handy ein Foto von seinem Auto gemacht. Uralte Schrottkiste und voll bemalt. Dabei könnte der sich bestimmt was besseres leisten. Sie wollen ihre Sachen auch nur ausschliesslich hier auf Guadeloupe und Martinique verkaufen. Karin hat Hratchik eine Sitzhängematte geschenkt. Genial. Ich weiss nur nicht, ob so was auch im norddeutschen Winter so gemütlich ist wie hier in der Karibik auf der Terrasse.

Da jetzt gleich die Maler kommen und vor dem Streichen die Hauswand (natürlich die Seite, auf der unsere Fenster sind) erst mal mit dem Hochdruckreiniger abspritzen werden, verlassen wir jetzt fluchtartig das Haus. Ganz zur Freude der Kinder nach Ste. Anne.

 

 

 

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