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Die Vorgeschichte:

Auf dem Heimweg vom Skiurlaub in der Schweiz hatten wir die geniale Idee, mehr Zeit mit Karin, Hratchik und den vier Kindern Svenia, Marco, Nelly und Maia zu verbringen. Da schon unser fünfwöchiger Urlaub auf Guadeloupe Weihnachten 2002 sehr schön war und wir durch eine kleine Erbschaft ein bisschen Geld hatten, dachten wir uns, wir bleiben im Herbst einfach sechs Wochen dort und Stefan versucht, dafür ein wenig unbezahlten Urlaub zu nehmen. Da Stefans Arbeitgeber extrem nett und unkompliziert auch ein Jahr unbezahlten Urlaub genehmigte (an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den Vorstand von jugend hilft jugend e. V. in Hamburg, insbesondere Piede und Schallie), bleiben wir nun einfach ein Jahr in der Sonne.

 

Die Umsetzung:

Also wurde ein Vertrag zwischen Stefan und seinem Arbeitgeber gemacht, am 1. Oktober 2005 geht der Job wieder los. Conny kann hingehen, wo sie will, da sie ist in der Erziehungszeit ist. Sogar Lilli hat kindergartenfrei bekommen... Dann wurde es schwierig. Unsere Viecher mussten alle untergebracht werden. Conny hatte das grosse Glück, bei einer Anfrage übers Internet Meli kennenzulernen. Wirklich ein echter Glückstreffer!!! Unser Pferd Jo steht seit 01.08.04 in ihrem kleinen Stall und da sie auch noch ganz heiss auf die drei Hasis war, haben wir sie ihr auch wirklich gerne anvertraut. Die haben inzwischen einen echten kleinen Hasenspielplatz, auch im Stall. Tja, und dann die Katzen. Wir dachten, es wäre kein Problem, nette Pflegeeltern für Eddie und Vicky für ein Jahr zu finden. Meli hätte sie ja auch noch genommen, leider hat sie eine Katzenhaarallergie, und eine Dogge! Auch wieder ein guter Tipp brachte uns zu Nicole. Sie hat eine kleine Katzenpension, wo die Mietzen auch eingezäunt raus können. Für Conny war es ganz schwer, die Katzen für so eine lange Zeit alleine zu lassen. Stefan hatte andere Probleme zu lösen. Er musste heftig rumtelefonieren, ob wir unseren Lupo mitnehmen können, da Autos extrem teuer auf Guadeloupe sind (müssen ja auch erst hinschwimmen) und dann müssen ja auch so Sachen wie Krankenversicherung, Lebensversicherungen etc. geklärt werden. Erstaunlicherweise war irgendwie alles kein Problem. Schade nur, dass wir unser Häuschen in Tangstedt nicht untervermieten durften, somit hatten wir den ganzen September damit zu tun, unseren Hausstand bei Freunden und Verwandten unterzubringen. Zum Glück haben die Kinder die langsame Auflösung ihres Zuhauses einigermaßen gut weggesteckt.

Der Lupo

Nach einem kurzen Panikanfall, weil das Schiff, mit dem der Lupo ursprünglich verschifft werden sollte, gestrichen wurde, haben wir dann doch alles geregelt bekommen und am 20. 9. war es soweit. Vollgepackt und die Ladung mit einer 13 Meter langen Stahlkette gesichert, brachten wir unseren kleinen Blauen in den Hafen. Nach einem kleinen Weinanfall von Lilli, der sich erst nach Kauf eines Pixibuchs über Schiffe legte, war sie mit dem Versprechen zufrieden, dass der Lupo uns auf Guadeluope abholen würde.

30. September 2004

 Auch dass wir die letzten drei Tage vor unserem Abflug auf einem Matrazenlager im Keller bei Stefans Bruder wohnten, fanden die Kinder (und wir auch...) eher spannend als lästig.

Und am 3. Oktober war es dann soweit: als erstes gratulierten wir alle Conny zum Geburtstag und dann ging es zum Flughafen, wo ca. 20 Freunde uns einen tränenreichen Abschied beschertenNach einem anstrengenden Flug sind wir mit einer Stunde Verspätung Ortszeit 19.45 Uhr (deutsche Zeit 1.45 Uhr nachts) mit zwei frischgeweckten Kindern (ohne Worte) hier angekommen. Trotz der späten Uhrzeit war es noch mächtig warm und als erstes zogen die Kinder ihr Socken aus. Darauf hatte sich Lilli schon den ganzen Flug über gefreut. Unsere Koffer (insgesamt 7 Gepäckstücke + Buggi) kamen natürlich als letztes. Die gesamte Familie Krikorian, auch die Kinder, waren da um uns abzuholen. War das schön!!! Zum Glück hatten sie erst gerade ein neues Auto gekauft und somit wurden wir von zwei Vans kutschiert. Lilli sofort mit den Kindern in ein Auto, Lotta und Conny mit Karin. Ach ja, zufällig fiel dann noch jemandem ein, dass Conny  auch noch Geburtstag hat und somit wurde dann nochmal eine Runde heftig geküsst. Es standen auch ungefähr 6 Schokoladenkuchen für uns bereit. Conny hatte sich zum Geburtstag einen bestellt und Lilli hatte ja auch erst vor 10 Tagen Geburtstag. Wir waren natürlich todmüde und überdreht, die Lilli und Lotta sind dann auch zügig ins Bett gefallen. Und die grossen vielleicht auch nur eine Stunde später.

4. Oktober 2004

Heute ist unser geliebter Lupo angekommen, zwar mit drei Tagen Verspätung, aber immerhin. Nach einigen, hier wohl üblichen Schwierigkeiten, zähen Verhandlungen mit dem Zoll, zwei Telefonaten mit der Reederei in Hamburg und einer "Entladegeühr" von 150 €, von der vorher nie die Rede gewesen war, stand er endlich vor uns: heil, komplett und mit vollständiger Ladung !

8. Oktober 2004

Die ersten Tage haben wir hinter uns und sie waren dann doch etwas anstrengend, da Stefan jeden Tag was am Wetter auszusetzen hat. Gut, es ist Regenzeit. Das heisst, ab und zu schüttet es, was aber Conny und die Kinder nicht davon abhält, trotzdem an den Strand zu wollen. "Kein Strandwetter", sagt er dann immer. Aber bisher hat es immer nur auf dem Weg zum Strand oder nach Hause geregnet. Bezeichnend nur, dass Stefan als einziger einen fetten Sonnenbrand gekriegt hat. Nein, im Ernst, das anstrengende ist, dass wir ja aus unserer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung ein Zuhause für ein Jahr machen wollen. Das heisst einkaufen, Bilder aufhängen und demnächst noch eine Terasse bauen. Wenn's regnet, wird halt immer Dreck reingetragen. Stefan hat schon seine schlammigen Schuhe fotografiert. Die Wohnung hat Karin uns ganz kuschelig eingerichtet. Ein schönes Kinderbett für Lotta, ein schönes Metallbett für Lilli, aus dem sie nicht rausfallen kann und eine ganz niedliche Küche. Es wurden auch gleich Regale mit Karin gebaut. Die Kinder haben natürlich die ersten Nächte auch nicht so gut geschlafen. In der dritten Nacht hat Lotta aber bereits durchgeschlafen. Sie schläft jetzt zwar immer nur bis 6.00 Uhr, aber damit kann man leben. Sie gibt sich auch Mühe, zweimal am Tag zu schlafen. Lilli gönnt sich auch wieder manchmal ein Mittagsschläfchen, damit sie abends mit den grossen Kindern länger mithalten kann :-). Manchmal fragt Lilli auch nach unserem Haus in Tangstedt, aber eigentlich hat sie keine Zeit. Der Strand hat höchste Priorität, den Pool findet sie noch gruselig, weil sie den Boden nicht spürt.

13. Oktober 2004

Inzwischen schwimmt Lilli alleine im Meer (natürlich mit Schwimmflügeln) und seit gestern auch im Pool. Heute ist sie das erste Mal alleine reingesprungen. Lotta schafft es auch seit heute, sich alleine mit Schwimmflügeln auf dem Wasser treiben zu lassen. Wir sind ja sooooo stolz. Gestern hat Lilli auch ihr zum Geburtstag von der Familie geschenktes Fahrrad ausprobiert. Fand sie auch sehr spannend. Tja, die Motivation mit grossen Kindern ist dann doch grösser. Am Montag waren Conny Lotta und Karin im grössten Einkaufszentrum der Insel um so Kleinkram wie Teppiche, Tablett, natürlich neue Schuhe und so weiter einzukaufen. Dafür machten sich Lilli und Stefan einen schönen Tag an unserem Lieblingsstrand St. Anne. Wir hatten es gestern tatsächlich gewagt, an einen anderen Strand zu fahren, fand Lilli gar nicht gut. Dafür hat sich Conny tatsächlich gestern zum Sprachkurs angemeldet. Am Montag geht's los. Erstmal für zwei Wochen, dann ist Stefan dran. Aber der muss jetzt erstmal mit Hratchik die Terrasse bauen, noch ist die Regenzeit nicht zu Ende... Haben wir eigentlich schon erwähnt, wie schön es hier ist?

14. Oktober 2004

Stefan: Hurra, gestern war der Techniker von France Telecom da und seit heute sind wir tatsächlich unter der auf der Startseite angegebenen Telefonnummer erreichbar !! Conny: vorhin, d.h. gegen 17.00 Uhr ist Karin mit mir und Lotta und den Hunden spazieren gegangen. Lotta in der Rückentrage. Zu einem Punkt auf der Insel der La Bouelle heisst und Surf Spot genannt wird. Es war heiss und anstrengend, immerhin wiegt Lotta bestimmt 9 kg, aber es war superschön. Abendstimmung, rosafarben angeleuchtete Wolken, tolle Wellen und unglaubliche Surfer. Die echten Surfer, also die ohne Segel. Wahnsinn. Lotta hat die ganze Zeit gekreischt und gequietscht vor Begeisterung. Leider hatte ich den Fotoapparat nicht dabei. Eine Stunde strammes Marschieren, bin mal gespannt, wie's mir morgen geht.

15. Oktober 2004

Conny: Heute nacht hab ich bei einem meiner üblichen Kontrollgänge ins Kinderzimmer einen von diesen ekligen Tausendfüsslern (Scolopendre) aufgescheucht. 15 cm lang. Das sind eine Mischung aus Skorpion und Tausendfüssler, die beim Biss ein dem Bienengift ähnliches Gift abgeben. Die einzigen gefährlichen  Tiere auf der Insel. Es gibt sonst keine giftigen Schlangen oder Spinnen. Jedenfalls musste ich natürlich Stefan wecken, der ihm mit mehrfachen Schlägen (die sind echt nicht totzukriegen) um die Ecke gebracht hat. Karin zerkleinert sie dann auch immer noch mit der Machete. Dafür waren die Kinder dann auch diesmal schon um 5.30 Uhr wach. Einfach keine Dankbarkeit zu erwarten bei den Kindern... Nach einem gemütlichen Tag am Pool haben Karin und ich alle Kinder mit zum Spazieren gehen genommen, damit Hratchik und Stefan den Keller ausräumen und dabei auch alles verfügbare Baumaterial für unsere Terasse sichten können. Ich glaube, Lilli ist in ihrem Leben noch nie so viel gelaufen. Entsprechend tot ist sie ins Bett gefallen.

16. Oktober 2004

Stefan: Scheiss Karibik !! Seit heute nacht regnet es und es regnet und es regnet...wie sagte Hratchik vorhin gerade: wenn es hier regnet, dann regnet es richtig. Das heisst, es nieselt nicht ein bisschen, es gießt wie aus Eimern. Und das ausgerechnet heute, wo Hratchik und ich anfangen wollten, die Terasse zu bauen und die dafür notwendigen Betonfundamente zu gießen. Und die Neuigkeiten aus Hamburg (St. Pauli spielt nur 0:0 und die Freezers verlieren) bauen mich natürlich auch nicht auf.

19. Oktober 2004

Stefan: Nachdem der Eintrag von vor drei Tagen natürlich noch ein wenig scherzhaft gemeint war, habe ich nun wirklich einen Grund, mich zu beschweren: Am Sonntagvormittag merkte ich, dass mir mein rechtes Knie ein bisschen wehtat, wenn ich es beugte. Hratchik und ich haben dann den Keller weiter entrümpelt (ich dachte schon, unser Dachboden in Tangstedt sei vollgemüllt gewesen, aber wir haben fast einen 20 cbm-Container vollgemacht...) und als wir fertig waren, war das Knie fast doppelt so dick. Trotz Eis und Kühlung im Pool wurde es nicht besser, sodass Karin schließlich ihre Freundin Delphine kommen ließ, die ist Heilpraktikerin (oder sowas ähnliches, ich konnte den französischen Begriff nicht genau übersetzen), die aber auch nur sagte, kühlen und nicht belasten, abwarten. Am Montagmorgen war das Knie noch dicker geworden und die Schmerzen wuden so schlimm, dass wir (nachdem ich beim Aufstehen noch einen kleinen Ohnmachtsanfall zu überstehen hatte) beschlossen, einen Arzt draufschauen zu lassen. Wie praktisch, dass eine Nachbarin Ärztin ist, die kam sofort, schaute und meinte, ihr Ex-mann sei einer der besten Knie-spezialisten auf Guadeloupe, sie würde ihn anrufen und einen Termin in der Privatklinik besorgen. Schade nur, dass der ausgerechnet in den USA war. Also telefonierte Karin ein bisschen herum, schließlich fuhren wir zu einem Bekannten, der ein Medizinisches Labor hat, dort wurde Blut abgenommen und analysiert. Einige Telefonate später hatte Karin bei einer Ärztin, die ebenfalls Kniespezialistin ist, und eine Verwandte von einer Bekannten von einer guten Freundin (oder so ähnlich, ohne Freunde und Bekannte kommt man hier nicht weit) einen Termin organisiert. Hratchik, der sich spontan frei genommen hatte, weil er "seinem Schwager helfen muss, der ein Knie so dick wie mein Kopf hat", so jedenfalls die Begründung am Telefon zu seinem Chef, fuhr mich hin. Nach dem hier üblichen Smalltalk schaute die Ärztin das Knie an und meinte, das müsse sie punktieren. Bei der Punktion holte sie etwa 2 Schnapsgläser voll Flüssigkeit raus, die wir anschließend selbst ins Labor brachten (das ist hier so üblich), damit es analysiert werden konnte. Was genau mit meinem Knie nun eigentlich war, das weiss ich nicht, aber die Ärztin meinte, es sollte in zwei bis vier Tagen vorbei sein. Heute morgen ist das Knie schon deutlich weniger geschwollen und die Schmerzen sind weniger, was mich hoffnungsfroh macht.

Ansonsten geht die Planung der Terasse voran, am Wochenende werden wir alles Material kaufen und dann anfangen mit dem Bau (Fotos davon gibt´s dann im Fotoalbum), vorausgesetzt, das Knie lässt es zu und das Wetter macht uns keinen Strich durch die Rechnung. Heute regnet es schon den ganzen Tag, aber das finde ich nicht so schlimm, denn ich könnte sowieso nicht viel mehr machen, als irgendwo rumliegen...

25.Oktober 2004

Conny: Zugegeben, wir haben seit einigen Tagen nichts mehr an der Seite gemacht, gab aber auch nicht viel zu berichten. Immer mal wieder Regen, spazieren gehen, erholen. Wir konnten einige Tage den Lupo nicht benutzen, wegen Anmeldeschwierigkeiten und waren dadurch viel zu hause. Doch immerhin: es gibt eine neue Diashow und neue Bilder im Fotoalbum !! Jetzt könnt ihr auch mal sehen wie wir wohnen. So, und nachdem die Männer unter uns nun auch wieder genesen sind konnte dann der Bau der Terasse tatsächlich begonnen werden. Gestern haben Stefan und Hratchik die Betonsockel gegossen und heute wurde das Holz besorgt. In der Zwischenzeit haben Lilli, Lotta und ich schön Siesta gemacht. Nein, stimmt nicht ganz, habe Karin auch beim Keller aufräumen geholfen. Die Kinder haben Schulferien und dadurch sind Lilli und Lotta natürlich schwer ausgelastet. Da ich wegen des Terassenbaus doch nochmal meine Schule verschoben habe, gehe ich jetzt wenigstens morgens mit Karin Schwimmen. Der Figur zuliebe natürlich :-). Morgens heisst zwischen 6.00 und 7.00 Uhr. Und danach erstmal schön frisches Baguette holen. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, wie toll Lotta jetzt läuft? Sogar im Sand hält sie sich schon richtig gut. Nicht gut ist, dass sie jetzt natürlich immer mit einem Affenzahn auf den Pool zuschiesst... da kennt sie keine Angst.

26. Oktober 2004

Stefan: Da alle meine Frauen gerade Mittagsschlaf machen, nutze ich die Gelegenheit, auch mal wieder was zu schreiben. Weil mir hier ja immer vorgeworfen wird, ich sei so negativ ( ;-)), hier die harten Fakten: Hratchik hat mir gestern die Internetseite des französischen Wetterdienstes gezeigt und dort gibt es eine Statistik, die besagt, dass es seit Anfang der 50iger Jahre auf Guadeloupe im September und Oktober nicht mehr so viele Gewitter gegeben hat. Die Anzahl der registrierten Blitze war fast fünfmal so hoch wie der bisherige Rekord ! Aber im Ernst, was mich wirklich beeindruckt hat, war, wie ruhig und beschaulich wir hier in Moule leben. Gestern mussten Hratchik und ich ja in die Hauptstadt Pointe à Pitre und dort tobt zur Zeit das Leben. Wir hatten oben schon mal am Rande erwähnt, dass es zur Zeit immer mal wieder Streiks gibt. Grund dafür ist die Verhaftung eines populären Gewerkschaftsführers, der bei einer Blockade einer Erdölfirma einen LKW angezündet hatte. Er wurde zu 4 Monaten Haft und einer Geldstrafe verurteilt, und nun gibt´ richtig Ärger. In PAP (so die übliche Abkürzung) sieht man überall Strassenblockaden, es werden Palmen umgesägt und quer über die Strassen gelegt, an jedem dritten Kreisverkehr liegen umgestürzte und ausgebrannte Autos. Und die einzige lokale Tageszeitung titelte gestern: "Guerillia-zustände in PAP". Und nur 45 Minuten Autofahrt weiter liegen alle, Touristen und Einheimische, am Strand und keinen interessiert es. Es muss sich jetzt übrigens keiner Sorgen um uns machen, so etwas passiert hier relativ regelmäßig, ohne das man Angst haben muss - und nach ein bis zwei Wochen redet keiner mehr davon. Aber beeindruckend ist es schon. So, ich werde mich jetzt mal wieder an die Handkreissäge schwingen und damit meine faulen Frauen wecken.

P. S. Weil so viele Leute uns geschrieben haben, dass bei Ihnen die Diashow nicht läuft, hier ein Hinweis: die Show läuft mit einer schnellen Internetverbindung gut, bei einer analogen Verbindung oder einem langsamen Modem empfiehlt es sich, die Bilder einzelnd weiterzuschalten.

31. Oktober 2004

Stefan: Hurra !! Was lange währt, wird endlich gut, in den letzten drei Tagen haben Hratchik und ich richtig viel gearbeitet und siehe da, die Terasse ist fertig. Naja, also der größte Teil, nämlich das Dach ist fertig, aber da wir nicht nur von oben im trockenen sitzen wollen, sondern auch von unten, werde ich in den nächsten Tagen anfangen, einen Holzfussboden zu bauen. Das wird auch nochmal richtig viel Arbeit, aber dann haben wir´s richtig nett. Zur Zeit könnten wir eine fertige Terasse auch gut gebrauchen, denn die Regenzeit hält uns noch fest im Griff, es regnet viel, aber zwischendurch scheint auch immer wieder die Sonne, so dass es trotzdem mit 28 °C schön warm ist.    Morgen hat Marco Geburtstag, er wird 10 und Conny hat die ehrenvolle Aufgabe übernommen, einen Geburtstagskuchen zu machen. Groß gefeiert wird allerdings nicht, denn morgen ist hier mit Allerheiligen ein sehr hoher Feiertag und dort bleibt man traditionell bei seiner Familie zuhause, sodass Freunde nicht zum Geburtstag kommen würden, die Feier wird nachgeholt.  Übrigens: Lilli wird uns alle noch in den Schatten stellen, was das Französischsprechen angeht: sie kann "Bitte" und "Danke" sagen, "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen", kann sagen "Ich heisse Lilli", "Ja" und "Nein" und sie zählt auf französisch bis 10. Das ist doch der Hammer, oder ?!

Ach so, Conny wies mich gerade darauf hin: da bei euch ja am Wochenende die Uhr umgestellt wurde, beträgt die Zeitverschiebung jetzt nur noch 5 Stunden, also, während ich das hier um 21:15 schreibe, schlummert ihr alle schön , weil es bei euch schon 2:15 ist. Nur für den Fall, dass jemand uns anrufen möchte, bitte nicht vor 12:30 deutscher Zeit, denn da schlafen wir noch ! In diesem Sinne: Gute Nacht bzw. Guten Morgen.

4. November 2004

Conny: Am 01.11. hatte Marco Geburtstag. Er ist 10 geworden und ich hatte mich selbstverständlich als Patentante angeboten, den Geburtstagskuchen zu machen. Einen Fussballkuchen! Marco ist begeisterter Fussballfan. Nicht mein bestes Stück, ein Bild folgt. Abends waren wir auf einem grossen Friedhof. Die meisten Menschen sind Katholiken und die Friedhöfe bestehen aus schwarz-weiss gekachelten Häuschen bzw. Gruften. Der 01.11. ist hier ein hoher religiöser Feiertag und die Familien verbringen ihn auf den Friedhöfen. Abends ist dann alles erleuchtet von den unzähligen Kerzen. Unglaublich beeindruckend! Zum Glück hatten die Kinder gut vorgeschlafen, wir waren erst um 23.00 Uhr wieder zurück. Nachmittags hatte Maia auch die Idee, dass alle Kinder eine Kerze für Opa Manfred (meinen Papa, der letztes Jahr gestorben ist) basteln. Diese wurden dann mit viel Hingabe auf dem Friedhof verteilt und angezündet. Das war wirklich schön! Auch davon folgen noch Fotos. Heute hatten wir einen Einkaufskampftag. Da inzwischen seit 4 Wochen gestreikt wird und langsam die Frischeprodukte (Butter, Joghurt...) und auch Trinkwasser knapp wird ist geht das Horten los. Erst wurden die Container im Hafen blockiert, jetzt dürfen die Schiffe nicht mehr abladen und werden nach Frankreich zurückgeschickt, da die andere Frankreich-Insel Martinique auch bestreikt wird. Eigentlich kann das nicht mehr lange gehen. Bitter ist nur, es gibt keine gelben M&M's mehr auf der ganzen Insel. Habe gestern unter dem Einfluss eines für mich neuen alkoholischen Getränks (F.R.O.C, kennt das jemand?) einen schönen französischen Satz kreiert: "je ne vais pas dormir toute la nuit parce-que les M&M's vont pourir dans les containers". Karin und Hratchik haben Tränen gelacht. Wer mich kennt weiss, dass ich im Bezug auf Schokolade keinen Spass verstehe. Und schon gar nicht, wenn ich höre, dass die M&M's im Hafen vergammeln...

6. November 2004

Stefan: So ein Mist ! Eigentlich wollten Hratchik und ich heute das erste Mal zusammen tauchen gehen, wir hatten schon die gesamte Ausrüstung gepackt und wollten eigentlich losfahren, als der Besitzer der Tauchschule anrief und den Tauchtrip absagte. Es war ein heftiges Gewitter über dem Meer, das es leider zu gefährlich machte, zu tauchen. Das war natürlich ziemlich ärgerlich, denn ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, auch wenn ich ein bisschen aufgeregt war, denn schließlich bin ich seit über drei Jahren nicht mehr unter Wasser gewesen. Auf jeden Fall haben wir nun für den kommenden Samstag zwei Plätze für den Vormittagstrip - das heisst zwar, dass ich um 6.00 Uhr aufstehen muss, aber für einen unvergesslichen Unterwasserausflug lohnt sich das allemal.

Nun sitzen wir mittlerweile seit einer Stunde bei stömendem Regen bei Karin im Haus mit allen zusammen und gammeln ein bisschen rum - es regnet zwar wie bei euch in Deutschland, aber es sind trotzdem 26 °C.

Conny hatte ja schon von dem M&M - Drama geschrieben. Ich empfehle jedem, diesbezüglich den Eintrag in unserem Gästebuch zu lesen, den mein Chef Piede gemacht hat - wir alle haben Tränen gelacht. (Natürlich freuen wir uns über jedes M&M- und Malteser-Carepaket ;-))

Was ich schon lange hier erzählen wollte: wir haben ja wochen- wenn nicht sogar monatelang darüber nachgedacht, wie wir Lilli den nächtlichen Schnuller abgewöhnen können, ohne dass es ein Drama gibt. In der letzten Nacht in Deutschland, als wir alle bei meinem Bruder geschlafen haben, kam die “Schnullerfee”, brachte Lilli einen Kuschelbären und nahm dafür den Schnuller mit. Und ob ihr´s glaubt der nicht: Lilli hat nie wieder auch nur ein Wort über ihre Schnuller verloren. Und das Buch von der Schnullerfee ist seitdem ihr Lieblingsbuch. Das vielleicht für alle, deren Kinder noch am Schnuller hängen... Der Holzboden unserer Terasse nimmt langsam Formen an, gestern hat Conny extrem mitgeholfen und vier Löcher gegraben, in die die Grundbalken eingesetzt wurden, und ich habe das Grundgerüst gebaut. Heute morgen haben Hratchik und ich dann das Holz geholt, sodass ich in den nächsten zwei bis drei Tagen die Terasse endlich fertig machen kann. Danach kommt dann Connys Job, nämlich die Terasse mit Blumentöpfen, Muscheln und anderem Schnick-Schnack zu verschönern.

Und es gibt neues von der Streikfront: der Gewerkschaftsmensch, der in Haft ist, war seit 10 Tagen in Hungerstreik. Gestern hat das Gericht nun nach einer Anhörung von zwei Medizinern entschieden, dass die Haftstrafe für vorerst 6 Monate ausgesetzt wird, damit er zuhause wieder zu Kräften kommen kann. Das lässt die Hoffnung zu, dass die Lage sich etwas bessert, vor allem bzgl. der Schoko-Nuss-Linsen... 

10. November 2004

Stefan: Hurra, die ersten M&M´s sind wieder aufgetaucht !! Gestern waren wir im größten Einkaufszentrum auf Guadeloupe und dort gibt es einen Carrefoure (eine große französische Supermarktkette). Und wir sahen schon beim Eingang, dass es offensichtlich eine Lieferung gegeben hat, und dann auch gleich die großen 300gr Tüten. Selbstredend, dass wir sofort einen größeren Vorrat angelegt haben.

Dafür sind wir dann aber auch auf der Rückfahrt in ein Unwetter geraten, von dem selbst die Einheimischen sagen, dass es extrem selten so heftig schüttet. Ich bin mit dem Auto auf der Route National (so ein Mittelding zwischen Landstraße und Autobahn)  40 gefahren, es gab riesengroße Pfützen und man konnte kaum etwas sehen. Es hat zwar schon den ganzen Tag geregnet, auch gestürmt, aber so was hatten wir hier noch nicht erlebt. Auch heute ist es den ganzen Tag über bedeckt und kühl, nur 24 °C (Conny lief den halben Tag mit einer Jogginghose rum !), aber wenigstens regnet es nicht. Die Wettervorhersage allerdings lässt nichts gutes ahnen...

Dafür ist der Holzboden unserer Terasse so weit fertig, dass wir draußen unterm Dach sitzen können, lediglich abgeschliffen werden muss das Holz noch. Und die schöne Sitzbank aus Holz habe ich auch schon an die Wand gebaut, schon jetzt sieht´s richtig gemütlich aus.

Conny war heute mit Lotta bei der Kinderärztin, Karin hatte uns daran erinnert, dass Lotta 5 Wochen nach unserem Abflug geimpft werden muss, und diese Zit war um. Lotta wurde also gegen Masern, Röteln & Mumps geimpft und war ganz tapfer, hat nur einmal kurz geweint.

Morgen ist hier Feiertag, die Franzosen feiern am 11. 11. den Jahrestag der deutschen Kapitulation 1918 (war das nicht in Wirklichkeit am 9. November ??). Und am Freitag wollen wir noch mal in das Einkaufszentrum und in ein großes Sportgeschäft, ich brauche eine neue Badehose, die erste ist schon am Ende. In dem Einkaufszentrum tauchen übrigens auch schon die ersten Weihnachtsdekos und -süßigkeiten auf, Conny wollte gestern schon zwei Schokoweihnachtsmänner für Nikolaus kaufen !!

14. November 2004

Stefan: Nachdem Conny schon zweimal den Versuch gemacht hat, hier mal wieder was zu schreiben, ihr aber beide Male der Computer aus unerklärlichen Gründen abgestürzt ist (was hat meine Frau noch gleich beruflich gemacht...), bin ich mal wieder dran.

Mittlerweile gewöhnen wir uns an den vielen Regen, die Tatsache, dass die Terasse fertig ist und wir somit im Trockenen sitzen können und uns die Regengüsse anschauen oder dabei gemütlich essen können, macht es natürlich deutlich angenehmer. Und wie ich gehört habe, ist es ja zumindest in Norddeutschland auch nicht besser, hier ist es halt trotzdem warm. Aber so ein trockener, sonniger Tag am Strand wäre auch mal wieder schön.

Heute morgen haben wir alle (Familie Theege & Familie Krikorian) am Meer gefrühstückt, seit zwei Tagen hat das Meer auf unserer Seite der Insel unglaublich hohe Wellen, obwohl es hier überall ca 20 - 50 Meter vor dem Ufer Riffe gibt, an denen sich die Wellen natürlich brechen, rollen immer noch Wellen von enormer Höhe und Kraft am Strand. Es ist schon wirklich klasse, dort dann mit einem Becher Kaffee und einem Pain au chocolat zu sitzen und beim Frühstück auf´s aufgewühlte Meer zu starren.

Nun ja, auch das kann seine schlechten Seiten haben, Karin erzählte, dass sie eine Freundin hat, deren Mann Fischer ist, einer, der ohne Sauerstoffflasche taucht und mit der Harpune besondere Fische jagt. Und der war gestern wie jeden Tag im Meer und sein Kumpel, mit dem er zusammen unterwegs war, ist dabei ertrunken. Keiner weiss genau, wie das passiert ist, aber kurz danach hat man ihn im Meer gefunden.

Eine nette Begebenheit: da die Wellen heute so klasse sind, bin ich, nachdem wir vom Frühstück wieder zuhause waren, noch mal losgefahren, um Fotos zu machen. In Moule gibt es einen Point á Surf, dort waren letztes Jahr die Weltmeisterschaften im Bodyboard-Surfen und es sind immer relativ viele Surfer da. Neben mir auf dem Parkplatz stand ein alter Peugeot 504 Kombi, der einem Pärchen so etwa um die 50 Jahre alt gehörte. Als die genug den Jungs beim Surfen zugeschaut hatten, wollten sie wieder los und stellten fest, der Schlüssel liegt im Wagen und die Tür ist zu. Also versuchten sie mit einem Stück Draht, das rumlag (leider ist das Thema Umweltschutz hier noch nicht wirklich angekommen...), die Tür zu knacken. Als sie nach etwa 20 Minuten immer noch vorm Auto standen, bot ihnen ein Jogger Hilfe an, der versuchte dann sein Glück. Die etwa 10 Meter weiter stehenden coolen Surf-Boys mit langen Haaren, verspiegelten Sonnenbrillen, Joint im Mund und ein kleines blondes Mädel im Arm (glaubt mir, die sind wirklich so) hatten die verzweifelten Versuche bemerkt und lachten sich schief. Nach weiteren 20 Minuten erbarmte sich einer, ging zu den Leuten hin, nahm den Draht machte eine kleine Bewegung damit  - und die Tür war offen. Schallendes Gelächter drumherum.

Ach ja, unser Ausflug in das Einkaufszentrum wegen einer neuen Badehose war nicht wirklich erfolgreich, es gibt hier nur noch diese grässlichen Badeshorts, für die nach meinem Geschmack etwa 20 Jahre zu alt bin. Aber ich habe mir zwei super-schöne T-shirts von einer Marke gekauft, die sich irgendwie (wie genau habe ich noch nicht ganz verstanden) mit den eigentlich Ureinwohnern Guadeloupes, den Taínos, beschäftigt. Die sind natürlich schon lange “ausgerottet”, da haben die Spanier und später die Franzosen leider ganze Arbeit geleistet.

Conny:  Immer diese lästerlichen Bemerkungen über meinen Beruf... Wenn ich dann schon was geschrieben habe und das ist dann weg, bin ich halt nicht mehr motiviert noch mal anzufangen. Kann man doch verstehen, oder? Ich hatte die letzte Woche auch viel die Kinder zu beschäftigen da Stefan im Endspurt mit der Terasse war. Und das Tiefdruckgebiet zwingt mich abends spätestens um 21.00 Uhr ins Bett ;-)). Wir haben ja auch schließlich Urlaub. Das mit dem Regen ist nun auch wieder nicht so dramatisch, wie Stefan das berichtet. Wir können trotzdem fast jeden Tag an Strand, gehen jeden abend spazieren und sitzen am Surf Point und gucken Wellen. Was mich am Regen nervt, sind die unendlich vielen Mücken, die dadurch kommen. Auch ein Grund, dass ich nicht so gerne am Computer sitze, in der Ecke wo er steht lauern sie in Massen. Trotzdem hab ich noch eine schöne Regengeschichte.

Am Dienstag bin ich vormittags mit Lilli und Lotta an Strand, damit Stefan in Ruhe wurschteln kann. Super Wetter, knallig heiss. Nach einer Stunde zogen Wolken auf und ein bisschen später hat’s dann angefangen zu nieseln. Wir sind halt im Wasser geblieben. Als Lotta müde wurde sind wir raus, inzwischen regnete es auch schon mehr. Dann sind wir los. Lotta nackig in den Buggy, Lilli im Bikini und ich mit Bikini und Pareo drüber (wollte ja keine Erregung öffentlichen Ärgernisses). Es sind ja nur 5 min. zu laufen. Auf halber Strecke kam dann Stefan mit dem Auto und wollte uns abholen. Wir waren inzwischen aber super-patschnass, dass wir das dem Auto nicht antun wollten. Und außerdem hatten wir einen riesen Spass im Regen. Es goss inzwischen richtig heftig und  Lilli hüpfte noch durch alle Pfützen und Lotta war so müde, der war’s eh egal. Als wir oben am Berg ankamen, stand da ein Polizeiwagen und guckte uns zu. Immer diese Deutschen, die da auffallen... Wir waren gerade zum Tor rein, kam Karin mit einem überdimensionalen Regenschirm angelaufen, sie wollte uns auch abholen. Ok, an diesem Tag hat es dann auch nicht mehr aufgehört zu regnen.

Lotta versucht sich jetzt auch schon am Französisch. Wenn wir aus einem Laden gehen, sagt sie immer “o wa, o wa” (au revoir, auf Wiedersehen) und freut sich ‘nen Ast. Ansonsten hat sie sich zu einer frenetischen JA-Sagerin entwickelt. Egal was man sie fragt, sie sagt immer JA. Auch die ersten Backenzähne sind durch. Zum Glück recht undramatisch. Lilli sagt inzwischen von sich aus “bonjour, merci und au revoir”. Sie hat zum Geburtstag von Oma und Opa ein Farbspiel bekommen und wenn sie das mit den Kindern spielt bringen sie sich gegenseitig die Farben in beiden Sprachen bei. Echt genial. Für 6 Wochen bin ich total stolz. Als wir vorgestern bei der Post waren mussten wir da ziemlich lange anstehen (na ja, wie in Deutschland halt auch). Stefan wollte schon wieder gehen, er wollte es den Kindern nicht zumuten, dass wir so lange warten, aber wir sind dann eigentlich nur wegen der Kinder geblieben. Die hatten einen Höllenspass, auch ohne sich mit den anderen Kindern sprachlich verständigen zu müssen und sind da wie die Verückten mit den andern (farbigen) Kindern rumgepest. Gerade kommt Lilli auf meinen Schoss und möchte auch was ins Tagebuch schreiben. Sie diktiert mir.

Lilli: Liebes Tagebuch. Alles ist hier ganz schön. Wir können den ganzen Tag barfuss gehen und zum Glück haben wir hier einen Computer zum Schreiben. Hier gibt es ganz viele Kinder. Svenia spielt gerade auch am Computer neben uns. Heute morgen war ich mit Mama am Jonathan-Strand. Der heisst so, weil mitten im Wasser ein Stock ist auf dem eine Möwe sitzt. Die hatte ich noch niemals gesehen. Gleich nach dem Aufwachen haben ich und Mama Bikinis angezogen und sind mit dem Auto zum Jonathan-Strand gefahren (Anmerkung: 6.30 Uhr). Wir sind ganz weit geschwommen, bis wir direkt vor Jonathan waren, er war sogar da (Anmerkung: das sind immerhin ca. 300 m). Das war schön.

Conny: So, Lilli guckt jetzt lieber Svenia zu, die gerade “Sims” spielt. Lilli wollte immer schon mal morgens mit an den Strand, wo ich mit Karin schwimmen gehe. Wegen der Möwe. Allerdings war Jonathan ein paar Morgende nicht da. Zum Glück aber heute, wo sie mitgekommen ist. Das war ganz schön anstrengend, Lilli mit ihren Schwimmflügeln so weit mit rauszunehmen. Da wo dieser Markierungsstab im Wasser ist (auf dem Jonathan sitzt) ist Riff, da konnte ich mich dann hinstellen und ausruhen, promt bin ich auf einen Seeigel getreten. Trotz “Notoperation” von Stefan und Svenia haben sie die zwei Stachel leider nicht rausbekommen. Karin sagt, die eitern irgendwann raus... Wir haben danach Pain au chocolat geholt, den Rest der Sippe abgeholt und sind, wie Stefan berichtet hat, zum Wellegucken gegangen.  

Ach ja, meine Bemühungen, die Terasse etwas schöner zu gestalten haben begonnen. Habe erst mal gestern schöne Blumen auf dem Markt geholt und die ersten Blumentöpfe sind auch gekauft.

Dann sind Lotta und ich gestern einer gemeinen Attacke von ca. 8 Gänsen gerade so entkommen. Wir haben Svenia vom Reiten abgeholt und die laufen da als Wachhunde rum. Lotta fand die Gänse so klasse, dass ich natürlich stehen geblieben bin. Haha, gute Idee, warum muss mir immer so was passieren. Hauptsache Lotta fand’s lustig.

18. November 2004

Stefan: Da es heute wirklich den ganzen Tag giesst wie aus Eimern (Karin hat gerade im Internet gelesen, dass für unseren Teil Guadeloupes offizielle Warnungen vor Überschwemmungen gibt...), haben wir zumindest mal wieder die Zeit gefunden, eine neue Diashow auf die Seite zu stellen. Viel Spaß damit !

20. November 2004

Stefan:  Es regnet... Aber im Ernst, es hat gestern den ganzen Tag durchgehend wie aus Eimern geschüttet, nein, das stimmt nicht, wir waren gestern morgen etwa zwei Stunden an Strand spazieren, da war es nur bedeckt, aber trocken, zeitweise blinzelte sogar die Sonne durch. Aber davon abgesehen, stimmt es dann doch mit den Eimern. Und auch wenn Conny behauptet, dass ich immer total übertreibe, und das mit dem Wetter alles gar nicht so schlimm sei (sie sagt dann immer, ich solle überlegen, wie schlecht das Wetter jetzt bei euch in Deutschland ist), dieses Mal bin ich richtig froh, das es soviel regnet. Jawohl, ich freue mich über den Regen, denn so können wir mit Hilfe von Eimern das Regenwasser auffangen, das brauchen wir dringend, denn seit gestern morgen, also seit knapp zwei Tagen, gibt es kein Wasser mehr auf der Insel.

Auf Grand Terre, also unserem Teil der Insel, gibt es keine Süßwasserquellen, deshalb wird das Wasser aus Basse Terre, wo es aus den guten Vulkanquellen gepumpt wird, mittels einer Pipeline über die gesamte Insel verteilt. Das sind bis zu uns nach Moule geschätzt 60 Kilometer. Das bedeutet zum einen, dass das Wasser recht stark gechlort ist, aber vor allem, dass eine solche Pipeline natürlich für Störungen anfällig ist. Und hier schließt sich dann der Kreis, denn durch die schweren Regenfälle ist diese Pipline an mehreren Stellen unterspült worden und drohte durch das Gewicht des Wassers zu brechen. Also wurde die Pipeline stillgelegt - was eben bedeutet, das es kein Wasser mehr gibt. Das eigentliche Problem aber ist, dass aufgrund des aufgeweichten Bodens die Baumaschinen nicht zu den entsprechenden Stellen kommen, um die Lecks zu flicken. Nun ja, also hat Hratchik wohl heute morgen bei den Wasserwerken angerufen und die haben gesagt, dass das Wasser im laufe des Tages wiederkommen soll. Inzwischen ist es fast 19.30 Uhr und Wasser ist keins da.

Conny:Das muss ich doch gleich wieder revidieren. Es ist wieder Wasser da, allerdings ohne Druck, d.h. das  Abwaschen verschieben wir (hoffentlich) auf morgen, da es eh 2 Stunden dauern würde, bis das Waschbecken vollgelaufen wäre. Aber am Donnerstag hatten wir wirklich Sauwetter. Es hat geschüttet und gestürmt, da wäre halb Hamburg von ertrunken. Unsere schöne neue Terasse. Trotz dass wir an der Wetterseite das Dach weiter rausgebaut haben, musste mein schönes, dekoratives, von Stefan selbst gezimmertes Regal mit Muscheln und Schüsselchen  wieder weggestellt werden, weil alles nass wurde (schnüff). Das findet Lotta allerdings wieder super, da sie jetzt an alles rankommt und schon fleissig die Seeigel kaputtmacht. Also, was ich eigentlich erzählen wollte... Am Dienstag hat Karin mich zum Surfen mitgenommen. Sie macht das seit ca. 2 Monaten und geht ab und zu mit den Mädels aus ihrer Gruppe so mal surfen, zum Üben. Es gibt ja da noch die vereinfachte Form, das Bodyboard. Da stellt man sich nicht drauf sondern man liegt. Also Wellenreiten im Liegen. Genial!!!!! Hatte natürlich ohne Ende Angst, da ich ja eigentlich nicht so der Wassermensch bin und man muss da ja schon weit raus,  weil da die Wellen sind. Aber nach zwei Fehlversuchen hab ich dann zumindestens schon mal das Ende einer Welle erwischt und bin im Schaum gesurft. Die nächsten Wellen gingen dann schon besser und obwohl die Wellen nicht besonders riesig waren kommt einem das so schnell und gigantisch vor. Unglaublich. Ich hab nur noch quitschend und kreischend auf dem Brett gelegen. Karin ist da genauso. Sie freut sich auch über jede Welle die sie gut steht in der gleichen Lautstärke. Die müssen auch gedacht haben, was da für bekloppte Hühner im Wasser sind. Ich muss Stefan mal mitnehmen zum Fotografieren, damit ihr eine Vorstellung davon kriegt. Ach ja, ansonsten kann Lotta jetzt “Oma” und “Lilli” sagen. “Ja” ist aber immer noch ihr Lieblingswort. Und heute nach dem Abendessen hat Lilli ganz viele Geschichten von Tangstedt erzählt und dass alle ihre Freunde in ein Flugzeug steigen und herfliegen sollen. Ausser Malte, der soll mit dem Hubschrauber kommen, mit dem er doch schon mal geflogen ist. Süss, gell! Dabei spricht sie ja wirklich selten von zu Hause. Durch das schlechte Wetter haben wir aber auch mal wieder Fotos angeschaut und das Bildermemory gespielt. Jaja, da werden Erinnerungen wach...

Stefan: Noch ein kurz ein Nachtrag, hatte ich vorhin vergessen: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jörn.

21. November 2004

Conny: Hier geht’s wirklich richtig ab. Heute morgen wieder kein Wasser mehr (zum Glück hat sich Stefan bezüglich des Abwaschens durchgesetzt und gestern doch noch abgewaschen) und gegen 8.00 Uhr hatten wir ein Erdbeben. Hratchik kommt gerade vom Einkaufen und erzählte uns, dass das Beben Stärke 6,5 auf der Richterskala hatte und das Epizentrumca. 120 km von Moule entfernt im Meer zwischen Les Saintes und Martinique war. Ganz schön gruselig. Hat ganz schön gewackelt. Wir waren gerade in der Küche, und nachdem Stefan in der Türkei war, als da das grosse Erdbeben war, sind wir auch gleich mit den Kindern raus. Kommt hier aber anscheinend öfters vor, dass es mal wackelt, allerdings nicht so doll.

Ausserdem wollte ich heute morgen gleich noch mal nachtragen, was ich gestern vergessen hab. Ich hatte nach dem Surfen so einen riesen grossen Muskelkater! Man muss ja immer wieder gegen die Wellen rauspaddeln und beim Bodysurfen hat man Flossen und ein kürzeres Brett, also hab ich immer wie verrückt mit den Füssen gepaddelt und wenn ich nicht vom Fleck kam noch mit den Armen gerudert. Karin hat sich totgelacht, als ich vor lauter Schmerzen im Schienbein nicht mehr autofahren wollte. Da hab ich mal wieder richtig gemerkt, dass ich lange keinen Sport gemacht hab. Nicht das ihr denkt, dass ist alles ganz easy.. Aber ich werde fleissig weiterüben. Und meine Seeigelstachel haben sich einfach so verabschiedet. Hat nach zwei Tagen einfach nicht mehr wehgetan.

Lilli: Gestern  hab ich an alle meine Freunde gedacht, nachdem wir Bilder angeschaut hatten. Josie, Pascal, Malte, Anika... hab ich jemand vergessen? Ausserdem durfte ich ganz lange aufbleiben und Fernsehen gucken mit allen Kindern, nur Lotta nicht. Mehr möchte ich nicht schreiben... (Anmerkung: wir haben eine Doku über das Meer gesehen: Le Planet Bleu, auf Deutsch: Der Blaue Planet, sehr zu empfehlen!)

21. November 2004

Stefan: Nun ja, so ganz harmlos, wie es zuerst aussah, war das Erdbeben dann doch wieder nicht. Und da wir aus dem Internet wissen, dass auch die deutschen Medien darüber berichten, war es uns wichtig, euch zu sagen, dass es uns gut geht und dass wir nicht wirklich vom Erdbeben betroffen sind, allenfalls  mittelbar. Das Erdbeben hatte offensichtlich eine Stärke von 6 oder 6,5, es gab einen Toten und mehrere Verletzte. Der Tote ist schlimmerweise ein kleines Mädchen, die in ihrem Zimmer schlief und von einer herabstürzenden Wand erschlagen wurde. Ihre kleine Schwester, die im gleichen Zimmer schlief, ist schwer verletzt. Es sind viele Häuser eingestürzt, einige Menschen sind obdachlos, die Wasser- und Stromversorgung ist zu 70 % unterbrochen (Wasser haben wir auch nicht, eine mittelbare Folge, denn das Wasser ist stark verunreinigt und deshalb abgestellt).

Der Regen: wir sind heute Nachmittag mal eine Stunde mit dem Auto unterwegs gewesen, um mal zu sehen, wie es denn hier so aussieht. Karin erzählte uns hinterher, dass im Radio aufgefordert wurde, nicht aus dem Haus zu gehen, wenn es nicht unbedingt sein muss, peinlich...also, wir sind bestimmt zehnmal vor wirklichen Seen auf der Straße stehengeblieben und haben überlegt, ob wir das Risisko eingehen sollen, mit dem Auto durchzufahren oder lieber nicht. In St. Francois musste ich auf dem Gehweg anhalten, Conny ging dann barfuss weiter, um zu sehen, wie tief das Wasser ist. Ihre Hose, wohlgemerkt nur eine knielange Hose, war bis zum Oberschenkel nass (o.k., Conny ist natürlichauch wieder nicht sehr groß...) Zwischendurch wurden wir schon von einer gesperrten Straße aufgehalten, weil ein sonst kleiner Bach eine Brücke überschwemmt hatte.

Eben haben wir das erste Mal, seit wir hier sind, den Fernseher angemacht und natürlich beschäftigen sich die Nachrichten ausschließlich mit dem Erdbeben und dann mit dem Regen. Es hat sei dem Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie soviel Regen in so kurzer Zeit gegeben, wie zur Zeit. Guadeloupe ist schlicht überschwemmt, Pointe a Pitre und die Touristenhochburg St. Anne sind im Moment von der Aussenwelt abgeschnitten und nicht erreichbar, und wenn man unsere Eindrücke von unserer kleinen Rundfahrt bedenkt, haben wir es noch wirklich gut erwischt.

Jaja, und ihr habt euch vor unserer Abreise alle solche Sorgen wegen der Hurricanes gemacht, die hier gar nicht waren.

24. November 2004

Stefan: Es gibt Neuigkeiten zu berichten, und zwar durchweg positive. Zum einen gibt es seit gestern abend wieder Wasser, auch wenn Karin erzählte, dass im Radio gesagt wurde, man solle es nicht trinken. Aber nachdem wir uns gestern morgen um 6.30 am Pool versammelt hatten, uns im Pool nassgemacht, dann auf dem Rasen eingeseift und mit Poolwasser (scheiss-kalt !)aus dem Eimer abgespült hatten, ist es doch schön, wieder normal duschen zu können. Da allerdings gestern Hratchik von den Wasserwerken die Auskunft erhalten hatte, dass es sicher noch 2-3 Tage dauern würde, bis es wieder Wasser gäbe, bleiben wir skeptisch.

Hratchik und ich waren dann gestern, nachdem die Strassen wieder einigermaßen passierbar waren, zum dritten Mal in PAP bei der Zulassungsbehörde, um endlich unseren Lupo mit anständigen französischen Kennzeichnen zu versehen. Ich weiß gar nicht, ob wir es schon erzählt haben, bisher gestaltete sich das extrem schwierig. Beim ersten mal hieß es, es gäbe einen VW-Lupo mit den technischen Angaben aus dem deutschen Fahrzeugbrief in Frankreich nicht und wir müssten eine EU-Konformitätsbescheinigung bringen. Also rief Hratchik bei VW Frankreich an, die gaben ihm eine Faxnummer in Wolfsburg, von der wir dann eine entsprechende Bescheinigung anforderten. Die kam unkompliziert und schnell nach wenigen Tagen per Post, Hratchik und ich also wieder zur Behörde (dazu muss man sagen, das heißt immer etwa 2 Stunden Autofahrt und zwischen 1,5 und drei Stunden Wartezeit). Das Papier reichte der zwar ausgesprochen freundlichen, aber ratlosen Dame nicht, also musste Hratchik letzte Woche zu einer anderen Behörde, dort musste dann unsere Bescheinigung abgestempelt werden (Hratchik erzählte, der Typ habe nicht mal seine Zeitung aus der Hand gelegt, sondern ohne zu schauen einfach seinen Stempel drauf gemacht...) und so sind wir gestern also wieder hoffnungsfroh nach PAP aufgebrochen. Und nach nur etwa 2 Stunden Wartezeit, die wir mit einem kleinen Bummel verbrachten (für meine Kollegen der Kodrobs: ich saß noch keine 5 Minuten in einem Straßencafé, da quatschte mich ein völlig durchgeknallter Junkie an, der dann kurz danach mitten auf der Hauptstraße tanzte - im Berufsverkehr. Ich musste so an euch denken...) war es dann soweit: ich bekam die Carte gris (=Fahrzeugschein) für den Lupo, Kennzeichen: 865 AWG 971. Ein Foto davon habe ich natürlich sofort ins Fotoalbum gestellt. Mir ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen, denn bis gestern fuhren wir mit dem Lupo immer noch mit dem deutschen Ausfuhrkennzeichen herum, auf dem das Ablaufdatum 14. 10. 04 stand, versichert war der Wagen wohl (so ganz genau habe ich das nicht verstanden, hier kann man einen Wagen auch versichern und damit fahren, der nicht zugelassen ist), aber nun ist alles geregelt.

Ach ja, und ich habe mich verändert. Da ich ja nun leider nicht mehr zum Dorffriseur Krückmann in Tangstedt gehen kann (liebe Grüße an Deine Eltern, Tina), habe ich mir letzte Woche den Langhaarschneider von Karin ausgeliehen und meine Mähne auf 6 mm herunterrasiert (auch davon ist ein Foto im Album). Ich war ein wenig erschrocken, wie wenig 6 mm sind, Hratchik meinte, ich sehe aus wie ein Fremdenlegionär, Conny findet es gut. Mein eigentliches Problem aber ist, dass man meine ständig mehr werdenden grauen Haare jetzt noch mehr sieht ;-).

30. November 2004

Conny: alles wird gut!!! Das Wetter hat sich seit dem Megaregen und dem Erdbeben wieder beruhigt. Seit letzten Montag haben wir hier wieder das, was man sich ja so in der Karibik vorstellt. Seit Samstag ist die Hafenblockade aufgelöst worden. So nach und nach werden die Container freigegeben. Die Chance, nachher beim Einkaufen noch Adventskalender zu bekommen steigt dadurch natürlich enorm. Wasserausfälle gabe es auch nicht mehr. Leider auch keine Schulausfälle mehr (sagen die Kinder). Die letzte Woche war auch extrem anstrengend. Am Dienstag war ich mit Karin und einer deutschen Freundin auf einer Versteigerung. Das sind wohl so was wie Zwangsversteigerungen nach Geschäftsaufgaben. Wir hätten beinahe ein 1.200 Stück umfassendes Artikelsortiment der guadeloupinischen Marke Tainos erworben. Die machen ganz geniale Klamotten, für Kinder und Erwachsene, Taschen, Surfersachen etc. Aber uns hat dann tatsächlich der Mut verlassen, so schnell wie das hochgesteigert wurde konnten wir gar nicht gemeinsam unsere Finanzen klären. Na ja, wir hatten auch gedacht, die würden die Sachen Karonweise verhökern. Und unsere Männer haben uns dann auch noch als Warmduscher beschimpft, dass wir da nicht mitgemacht haben, hätten wir gleich eine Boutique aufmachen können. Am Mittwoch haben Karin und ich dann unseren Frust in einem grossen Kaufrausch in der Hauptstadt abgelassen. Nein, macht da das einkaufen Spass. Erstmal jetzt schon die ganze Weihnachtsdekoration. Also schlimmer kann’s in USA auch nicht sein. Und viele Sachen sind da halt unglaublich günstig. Wir waren den ganzen Tag weg und haben gerade mal 4-5 Geschäfte geschafft (die sind aber auch ganz schön gross!). Stefan war mit 5 Kindern den ganzen Tag alleine zu Hause. Der war mindestens genauso fertig abends wie wir. Donnerstag haben wir dann mit unglaublichen Massen an Wäsche gekämpft. Ich hab noch nie so viele Maschienen Wäsche gewaschen, auf- und abgehängt (hier ist ja alles in 2 Stunden trocken). Wir hatten fast 10 Tage nicht vernünftig waschen können bzw. wegen dem schlechtem Wetter nix aufhängen können.

Am Freitag war ich dann mit Stefan noch mal zum Einkaufen in PTP. Die Sachen besorgen, die ich mit Karin am Mittwoch nicht geschafft hatte. Jetzt haben wir unglaublich viele schöne Sachen auf unserer Terasse hängen. Lilli und Lotta hatten wir bei Karin gelassen und es war unglaublich, wie das schon alles zusammengewachsen ist. Lilli hatten wir offiziell als Babysitter für Lotta augagiert (mit einer kleinen Belohnung) und sie hat sich mit Karin ganz toll gekümmert. Ganz die Grosse. Beide haben tschüss gesagt, sich umgedreht und sind wieder spielen gegangen. Da merkt man erst so richtig, wie die sich hier zu Hause fühlen, auch in Karin’s Familie. Samstag morgen war ich mit Karin wieder Surfen, um 6.30 Uhr schon, weil.Stefan und Hratchik nun endlich zum Tauchen sind. Und die wollten um 8.30 Uhr los. Er war so begeistert. Ich denke, er schreibt da auch noch was. Von Felsenhölen und Muränen etc. Vielleicht muss ich das doch mal ausprobieren. Nachmittags wurde dann Marco’s Geburtstag nachgefeiert, am Strand. Sonntag haben wir es noch mal morgens versucht mit dem Surfen, aber leider gab’s keine Wellen, so sind wir dann nur schwimmen gewesen. Den ganzen Nachmittag haben wir dann an der Terassenverschönerung gearbeitet. Gemalt und aufgehängt und schön dekoriert. Bilder folgen selbstverständlich. Zum Glück konnten wir Lotta mit Tuschfarbe ablenken, die fand die Lackfarben zu schön... Spätnachmittag bin ich mit Karin zu einem deutschen (!) Adventskaffee eingeladen gewesen. Fünf Deutsche, eine Schweizerin, eine französische Deutschlehrerin und eine Französin. So richtig mit Plätzchen, Adventskranz und Glühwein. Witzig! Das ‘Kaffeetrinken’ ging dann bis um 20.30 Uhr und ich bin direkt zu Hause glühweinselig ins Bett gefallen. Ihr werdet lachen wegen dem Glühwein. Aber seit 2-3 Wochen ist es hier schon etwas kälter geworden. Ich schlafe nachts auch wieder mit einer langen Hose.

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